Anfangs doch ein seltsames Gefühl, in dem Land angekommen zu sein, dessen Erwähnung Augenbrauen von Basel bis Tashkorgan hochzucken lässt. Doch vor allem mit Stolz betrachte ich den runden Stempel in meinem Pass.
Die chinesische Magenverstimmung war kurz und heftig, weshalb ich mich morgens bereits wieder auf den Weg mache.
«Hunza! Hunza! Passu! Passu!», schreit der Taxifahrer aus dem Fenster, während er mit mir zweimal durchs Dorf fährt.
«Siehst du? Du bist der Einzige der heute noch abwärts will.»
Also willige ich ein und geniesse die vorbeiziehende Kulisse der mächtigen Berge, durch die sich der Karakorum-Highway nun seinen Weg Richtung Süden sucht.
Pakistan war anfangs nur ein Land, das es zu durchqueren galt, mit Indien als Ziel. Doch mit jeder weiteren Stunde, die ich mich über dieses verschriene Land informierte, wurde es mehr zu einem eigenständigen Reiseziel.
In Passu, einem kleinen pakistanischen Dorf wie aus dem Reisekatalog, kehre ich in einem einfachen Hotel direkt am Highway ein. Saftig grüne Wiesen, Grundstücke durch einfache Steinmauern getrennt, einfache Häuser und im Hintergrund die Passu Cones, die über sechstausend Meter hohen Churfirsten Pakistans.
Am Strassenrand geparkt entdecke ich die ersten berühmten pakistanischen Lastwagen, die bis auf jede kleinste Schraube bunt bemalt und geschmückt sind. Es scheint kaum Kriterien zu geben, was man als Schmuck an sein Gefährt hängen darf. «Masha Allah» steht auf jedem der Karossen geschrieben, die wie Weihnachtsbäume glänzend und klimpernd durch ganz Pakistan knattern.
Ich würde natürlich gerne mit so einem kulturellen Wahrzeichen per Anhalter fahren, doch das scheint schwierig, da während der Potato-Season jeder freie Quadratzentimeter Ladefläche mit Kartoffeln vollgestopft ist.
Im Hotel auf der anderen Dorfseite esse ich Chapatis mit Kartoffeln und Spinat. Die Besitzerin setzt sich zu mir an den Tisch und stellt sich vor. Sie ist Ismaili und spricht Burushaski, eine Sprache, von der ich gerade zum ersten Mal höre.
Über fünfzig Sprachen sollen in Pakistan gesprochen werden, erklärt sie mir, als ein scheuer Mann, mit einem Gewehr über der Schulter, von der Strasse in den Garten des Hotels tritt.
Der erste und einzige Pakistaner, der mir von seiner Frau vorgestellt wird, trägt den traditionellen Salwar Kamiz. Das Hemd, welches bis weit über die Hüften hängt und der Salwar, die Hose, die nicht nur die gleiche Textur, sondern so gut wie immer auch die gleichen erdigen Farben wie das Hemd hat.
Der ganze Stolz dieser Tracht ist jedoch der Pakol, ein turbanartiger Hut aus Wolle, der hier oben im Norden jeden Männerkopf bedeckt.
Gleich das erste Auto nimmt mich mit, als ich mich am Tag darauf direkt vor meinem Hotel an die Strasse stelle. Die Reise geht weiter abwärts auf dem Highway, bei dem die Chinesen finanziell ausgeholfen haben.
Bei einem Erdrutsch vor neun Jahren entstand ein natürlicher Damm im Hunza-Fluss, zwischen Passu und dem Hunza-Tal. Der türkisblaue Atabad-Lake, der dadurch entstand, konnte lange nur mit kleinen Booten überquert werden, auf denen man von der Ziege bis zum Jeep alles transportierte.
In nur fünf Jahren wurde die Strasse mit chinesischen Investitionen über ein System aus Brücken und Tunnels um den See geleitet, der laut dem netten Pakistaner, in dessen Auto ich sitze, wohl irgendwann von selbst wieder ablaufen wird.
Keinen Hauch chinesischer Kultur spürt man hier, doch der ökonomische Optimismus Chinas erstreckt sich bis an die Südküste Pakistans. Die Islamische Republik bedankt sich für die Modernisierung des Landes, China für den Logenplatz am Arabischen Meer.
Nachmittags erreichen wir Karimabad, den Hauptort des Hunza-Tals, wo ich nun einige Tage verbringe. Die Aussicht von der Terrasse über das herbstliche Hunza ist malerisch.
Es gibt keinen Quadratmeter, auf dem nicht eine knabbernde Ziege, oder eine schmatzende Kuh sitzt, ein Stück Garten angelegt ist, ein Weg entlang geht oder ein Haus steht. Überall und ständig passiert etwas, durch verwinkelte, oft steile Pfade und Wege verbunden, voneinander getrennt durch einfache Steinmauern. Tausend verschiedene Baumarten, erschöpft vom Gewicht ihrer Früchte, geben dem Geschehen einen herbstlich farbenfrohen Hintergrund und als mächtiger Deckel der Aussicht, die sechs- bis siebentausend Meter hohen Berge.
Nur an der Hauptstrasse Karimabads stösst man auf ein etwas anderes Bild. Die Hotels zwängen sich an beiden Strassenseiten aneinander und streiten mit den Souvenirshops und Restaurants um die Aufmerksamkeit der Touristen. Die Hotelbesitzer scheinen sich um die Zukunft des Tourismus im Hunza-Tal keine Sorgen zu machen und versuchen sich alle gegenseitig mit noch extravaganteren Dachterrassen und Balkonen zu übertrumpfen, deren Bau sie in der Zwischensaison vornehmen.
/Ausblick über das Hunza-Tal, Karakorum-Highway mit Brücke über Hunza-River bei Karimabad
Nach ein paar entspannenden Herbsttagen in Karimabad, will ich eigentlich wieder mein Glück als Anhalter versuchen, doch Leo, der Sohn des Hotelbesitzers, bietet mir an, mit ihm nach Gilgit mitzufahren.
Weiter geht die Achterbahnfahrt durch steinige Schluchten und herbstliche Täler, vorbei an Bergen, die sich den Wolken in den Weg stellen, bis wir nach einigen Stunden Fahrt in der Dunkelheit Gilgit erreichen, wo er mir im Hotel Madina einen guten Preis bei seinen Freunden aushandelt.
Schon die ganze Fahrt bewundere ich Leos Hut. Eine Spezialanfertigung im alten Hunzastil, wie er mir erklärt. Als ich ihn frage, wo ich so einen bekommen könnte, schenkt er ihn mir kurzerhand.
In einem breiten Tal, wo sich die Flüsse Hunza und Gilgit treffen, liegt die Stadt Gilgit zerstreut und staubig zwischen felsigen Riesen. Trotz ihrer bescheidenen Grösse kann ich nicht sagen, wo sie beginnt oder endet.
Tag für Tag, lasse ich mich von ihrer Echtheit verzaubern, wenn ich den wunderschönen Garten des Hotels verlasse, die lange Hauptstrasse entlang schlendere und in den warmen, neugierigen Blicken bade, die so frei von jeder Aggression sind.
Es wird nicht gestarrt, sondern betrachtet. Statt guten Geschäften will man Konversation mit mir machen. Ich tanze von einer Einladung zum Tee zur nächsten, esse Chapatis, die an jeder Strassenecke frisch gebacken werden.
Durch Gilgit zu gehen, ist wie durch ein altes Fotoalbum zu blättern, bei dessen Bildern der immergleiche Vintage-Filter verwendet wurde. In Europa scheinen wir diesen rohen, ursprünglichen Charakter längst der Vermischung der Kulturen geopfert zu haben, wobei manchmal eine fade Suppe zurückbleibt.
Stundenlang geniesse ich diesen interaktiven Film, betrachte die Männer – die alle dasselbe tragen und doch komplett verschieden aussehen – wie sie mir ihren Tag vorführen, für den sie jeden Moment ihres bisherigen Lebens geprobt haben.
Im Eierladen gibt es Eier, im Hühnchen-Laden gackern links die Hühner, rechts wird das küchenfertige Fleisch verkauft.
Ausserdem ist Gilgit ein riesiger Secondhand-Laden, wo sich Kleider im Rentenalter aus aller Welt treffen. Ich male mir aus, wie viel mehr diese Herren für ihre College-Jacken und Skianzüge aus den Achtzigern verlangen könnten, wenn sie ihre Shops in Kreuzberg oder Shoreditch aufbauen würden.
Das Frühstück im Madina Hotel ist einfach, aber glücklicher könnte ich nicht sein, wenn ich morgens meinen Toast mit Eiern verdrücke und mich an den Bergkämmen sattsehe.
Yacoub, der das Hotel führt, leistet mir Gesellschaft.
Wir rutschen schnell in ein tiefgründiges Gespräch, vermischen die zwei Welten in unseren Köpfen. Irgendwann setzt sich sein Cousin zu uns. Seine freundlichen Augen spähen durch eine grosse Brille auf seiner stattlichen Nase, den Pakol knapp über den Ohren, das Gesicht untenrum in ein wattiges Kissen aus dichtem, weissem Bart gebettet. Pakistanischer könnte er nicht aussehen.
Er hält sich lange zurück, sodass ich mich schon frage, ob er überhaupt Englisch versteht und steigt dann plötzlich mit Vollgas in die Diskussion ein.
Zwei Stunden lang sitze ich mit den zwei älteren Herren am Tisch. Yacoub bestellt mehr Kaffee und Tee, sein Cousin spendiert mir eine Zigarette und wir lassen Gott und der Welt keine Ruhe, während die Schatten über den grünen Rasen des Innenhofs krabbeln.
Als ich ihnen von Xinjiang erzähle findet Yacoub: «Weisst du, ich kenne Xinjiang und ich war auch schon mal da vor Ewigkeiten. Die Uiguren waren alle bettelarm und die Chinesen haben ihnen verholfen aufzusteigen. Doch kaum ging es ihnen gut, fingen sie an nach Unabhängigkeit zu streben. Als es dann Aufstände und sogar Anschläge gab, wurden die Chinesen wütend und jetzt bekommen sie es mit dieser Unterdrückung zurück. Alle wollen immer unabhängig sein. Die Belutschen auch. Wie soll man so zusammen leben?»
Schon lange bevor man die unzähligen Hütten erreicht, die sich um die beste Aussicht auf den Berg streiten, pustet dieser mir von seiner Nordwand eisigen Wind ins Gesicht.
Fairy Meadows, wird die Weide vor mir auch genannt, die so saftig grün leuchtet, eingerahmt von Tannenwäldern. Darüber, wie eine eingefrorene Riesenwelle aus Schnee und Eis, thront der Nanga Parbat. Mit 8125 Metern der neunthöchste Berg der Welt.
Die Sonne lässt sich viel zu früh von der eisigen Nacht verscheuchen. Nachdem ich das Abendessen für den einzigen Gast verschlinge, geselle ich mich zur Mitarbeiterversammlung, die in einem verrauchten Schuppen um den einzigen Ofen sitzt.
Mit dem Lehrer aus dem Dorf kann ich mich etwas unterhalten, während die anderen eine Art Eile mit Weile spielen. Am Computer in Gilgit habe er sich Bilder der Schweiz angeschaut. Schön müsse es dort sein.
Seit ich mich heute Morgen von Yacoub im Hotel verabschiedet habe, bin ich weit gereist.
Nach einer guten Stunde auf dem Karakorum-Highway erreicht man die Raikot-Brücke, von wo aus ich mir einen Jeep mit einigen Einheimischen teilte. Die Strasse ins kleine Dorf Tato ist die erste Stunde kriminell, die zweite nur noch angsteinflössend. Weitere zwei Stunden zu Fuss, sind die Märchenwiesen vom Dorf entfernt, indem er unterrichtet. Die Strasse vom Highway ins Dorf, für mich ein grenzwertiges Abenteuer, trennt diesen Lehrer von einem Internetzugang.
Nachdem ich in der Mittagssonne ein paar Fotos schiesse, beginne ich den Abstieg, diesmal ohne Eskorte. Ich teile mir ein paar Kekse und Zigaretten mit dem Mann, der etwa in der Hälfte des Weges Tee für die Touristen, von denen zu dieser Jahreszeit nur noch wenige auftauchen, kocht. Gestern dachte er tatsächlich, ich sei ein «Hunza man», wegen Leos Hut, den ich jeden Tag mit Stolz trage.
Heute ist es für einmal nicht der Abstieg, den ich in den Knien spüre, sondern der Gedanke an die schwindelerregende Fahrt mit dem Jeep.
Mein eigentlicher Fahrer sei verhindert, berichtet mir sein Bruder, in dessen Wagen ich daraufhin klettere. Mein Plan war ursprünglich, auf der Rückbank zu sitzen, wo ich schneller abspringen könnte, doch dieser Jeep ist hinten mit einer Plane zugedeckt.
Der Fahrer blödelt ständig mit seinem Freund rum, dem er den Sitz des kuriosen Touristen, der nicht vorne sitzen wollte, anbot.
Nachdem uns am Dorfausgang Ronja Räubertochter mit einem Säugling auf dem Rücken, umgeben von den glücklichsten Kindergesichtern der Welt, zum Abschied winkt, geht die schwindelerregende Fahrt durch die Felsen. Ein einziger Fehler und etwa fünfzig Zentimeter trennen uns vom langen Fall in die Tiefe. Der Fahrer zieht genüsslich an der Haschisch-Zigarette seines Freundes, während er energisch die Gänge einlegt. Nur meine Angst, ihn für den kleinsten Augenblick abzulenken, hält mich davon ab, ihn anzuschreien. Erst als ich an den Gesten seines Kumpels die Erzählung des letzte Woche verunglückten Jeeps erkenne, zügelt er seinen Fahrstil etwas.
Zurück an der Raikot-Brücke lasse ich mir meinen Rucksack geben, den ich hier gestern einem der Ladenbesitzer überlassen habe und gleich der erste Lastwagen, dem ich zuwinke, nimmt mich mit.
/Der ungefährliche Teil der Strasse nach Fairy-Meadows
Zurück in Gilgit beginnt wieder jeder Morgen mit Toast, Eiern und Kaffee, gefolgt von einem mindestens einstündigen Gespräch mit Yacoub.
Er erzählt mir viel aus seinem Leben. Vom Streit der in der Familie entsteht, wenn die Kinder von verschiedenen Müttern sind, wie sein Hotel nach 9/11 plötzlich wertlos war, wie er sich als der Ältere um die Heirat des jüngeren Bruders kümmern musste und wie sein Vater Yacoubs Mutter lieber zuhause sterben gesehen hätte, als sie in ein Krankenhaus zu bringen, wo jemand ihr Gesicht hätte sehen können.
Wieder schlendere ich der geschäftigen Hauptstrasse entlang, als mir ein Mann aus einem kleinen Teppich- und Schmuckladen nachrennt. Seine hellblauen Augen strahlen, als er mich in sein Geschäft einlädt, wo er mir gleich seine Geschichten zu erzählen anfängt.
Er war an vielen Orten in der Schweiz. Neun Jahre Hippieleben in Europa. Damals sei ein Visum kein grosses Problem gewesen. Er zeigt mir viele Fotos aus Spanien, wo er Flöte gespielt und seinen Schmuck verkauft hat. Ibiza sei sein Lieblingsort gewesen. Alle hätten ihn dort gekannt.
Zurück in Gilgit kaufte er sich ein Stück Land, damals nur Wüste, für sehr wenig Geld. Bis heute hat er dort ein schönes Haus mit Swimmingpool und wunderschönem Garten gebaut, wo er heute Gäste empfängt.
Auch das Gästebuch hat er dabei, obwohl er weder lesen noch schreiben kann. Darin stosse ich auf den Eintrag des deutschen Paares, dessen Film Weit – Die Geschichte von einem Weg um die Welt mir Anfang des Jahres bewusst gemacht hat, dass es Zeit war, endlich aufzubrechen, um mir meinen Traum zu erfüllen.
Weiter die Hauptstrasse runter, lasse ich mir neue Gummisohlen in meine Turnschuhe kleben, beobachte den Strassenschuhmacher bei seiner Arbeit und beim Anblick des jungen Mädchens, das ebenfalls auf eine Reparatur wartet, wird mir wieder bewusst, dass ich immer Männern begegne.
Auf dem Weg zurück zum Hotel kommt plötzlich quietschend ein Jeep neben mir zu stehen. Vom Fahrersitz grinst Abdul: «Hast du Zeit für eine Spritztour?»
Klar habe ich Zeit, denke ich, und klettere an Bord.
Am Ende der Hauptstrasse, in einem Hinterhof versteckt, liegt ein Schrein, den er mit der Hilfe eines Deutschen renoviert habe. Stolz erzählt er mir von den Bauarbeiten und wie heruntergekommen es hier vorher ausgesehen habe.
Auch sein Freund ist ein Sufi. Nach einem kurzen Ritual im Innern, setzen wir uns draussen auf den Boden, rauchen etwas Haschisch in einer Zigarette. Die zwei posieren für ein Foto, als Abdul plötzlich zum Aufbruch drängt, da er irgendwo ein Girl abholen müsse.
Mit seinem Jeep bahnen wir uns den Weg durch das Meer aus Rikschas, Handkarren und Motorrädern. Abdul übergiesst mich mit seinen Geschichten, erzählt mir von seinen Reisen in Europa, von Gilgit und wie er sich um streunende Hunde und Hilfsbedürftige kümmere.
Es dämmert schon, als wir unter der Brücke, die über den Fluss führt, vor einem eisernen Tor anhalten. Erst beim Anblick der dutzenden Ziegen und Schafe wird mir bewusst, dass er nicht «girl», sondern «goat» gesagt hat.
/Strassenschuhmacher in Gilgit
Mit der Ziege im Kofferraum fahren wir der Hauptstrasse entlang zurück.
Abdul parkt seinen Jeep in einer engen Gasse, wo sein Neffe uns empfängt und uns in eine Art Empfangszimmer führt.
Nach dem Tee breitet er ein ganzes Bankett vor uns am Boden aus.
Nudeln mit Gemüse, Reis, Spinat, Bohnen, Chapatis, Gurken, rote Karotten und so etwas wie Kohlrabi, Chicken und Kartoffeln. Ein Festessen, doch sein Neffe setzt sich nicht dazu, als er endlich mit dem ewigen Auftischen aufhört, was sich für mich ziemlich komisch anfühlt. Nur die Stimmen, die durch die Tür dringen, wenn sie kurz geöffnet wird, lassen einen darauf schliessen, dass auch Frauen im Haus sind.
Ich bedanke mich herzlich bei Abdul, als er mich vor dem Hotel absetzt, schaue seinem Jeep nach, wie er in der Dunkelheit verschwindet und freue mich über eine weitere unvergessliche Bekanntschaft.
Als Abschied hat Yacoub ein Barbeque für mich und ein paar andere, die ebenfalls morgen abreisen werden, organisiert. Bernadette, die auf einem Motorrad den Norden von Shishmal bis Swat-Valley im Alleingang erkundet hat, ein Österreicher und eine weitere Französin, die beide im Oman arbeiten und deren Weg ich seit der chinesischen Grenze schon manchmal gekreuzt habe. Yacoub, Gul der für ihn arbeitet, und ich. Wir betreiben wieder einmal Tauschhandel mit unseren Geschichten, philosophieren über die Zukunft Pakistans und lassen uns das köstliche Abendessen schmecken.
Im Garten rauche ich mit dem Österreicher eine Zigarette und weiss, dass es wieder einmal Zeit ist aufzubrechen.